Über zwei Jahre hinweg porträtierte der Künstler Matthias Mollner Menschen, die an der schweren Multisystemerkrankung ME/CFS und weiteren komplexen chronischen Krankheiten leiden. Gemeinsam mit seiner schwerstkranken und 2024 verstorbenen Lebenspartnerin entstand die Idee zu diesem Buch. Es rückt diejenigen ins Zentrum, die durch ihr Schicksal allzu oft aus der Gesellschaft verschwinden und nicht mehr wahrgenommen werden. Fighters in the Crash Zone gibt in ungeschönt intimen Fotos und Interviews Einblick in die herausfordernden und oft extremen Lebensrealitäten von 18 Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen. Das Buch zeigt eine häufig unverstandene, da für Außenstehende meist unsichtbare Welt, in der jeder Tag zur Überlebensfrage werden kann und in der Menschen mit ihrer wenigen zur Verfügung stehenden Energie um Gesundheit, Unterstützung, Anerkennung und Würde kämpfen. Ein besonderer Schwerpunkt der Publikation liegt auf dem Umgang der Betroffenen mit ihrer Erkrankung. Die (Über-)lebensstrategien der Menschen werden dabei ebenso sichtbar gemacht wie ihre Träume, Wünsche und Stärken. Zusätzlich zu den Betroffenen-Porträts analysieren neun Autor:innen in ihren Texten den problematischen Umgang des Medizin- und Sozialsystems, der Gesellschaft und der Politik mit ME/CFS und multisystemischen chronischen Erkrankungen.