Die Alternative für Deutschland (AfD) und ihre Jugendorganisation Junge Alternative (JA) verzeichnen insbesondere unter jungen Erwachsenen wachsende Unterstützung. Trotz der Einstufung durch den Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall gewinnen beide Organisationen zunehmend an politischer Bedeutung. Die folgende Masterarbeit untersucht, welche Beweggründe junge Menschen dazu veranlassen, der AfD oder JA beizutreten und welche individuellen Erfahrungen und Einstellungen dieser Entscheidung zugrunde liegen.
Während sich der öffentliche Diskurs häufig auf die Führungsebene und Parteiprogramme fokussiert, richtet diese Arbeit den Blick auf die Basis – auf junge Menschen, die sich aktiv mit der Partei identifizieren und sie mitgestalten.
Grundlage der Studie aus dem Jahr 2024 bilden leitfadengestützte, offene Interviews mit Mitgliedern im Alter von 18 bis 35 Jahren. Die qualitative Methode ermöglicht es, subjektive Sichtweisen herauszuarbeiten und die Bedeutung persönlicher Erfahrungen für politische Entscheidungen zu verstehen.
Neben den individuellen Perspektiven aus den Interviews liefert die Arbeit Einblicke in AfD-Veranstaltungen, die verdeutlichen, wie emotionale Ansprache, Gemeinschaftsgefühl und Abgrenzung gegenüber dem politischen Establishment gezielt zur Mobilisierung eingesetzt werden.