In »Schattenwege Taucher Vögel« begeht Sophie Reyer erneut verschiedene Wege im Dasein und Leben: solche voller Schatten und solche im Licht. Kindheit, Liebe und Natur begegnen dem lyrischen Ich in mäandernden Betrachtungen, in denen es ins individuelle wie kollektive Unbewußte eintaucht und dabei persönliche wie gesellschaftliche Strömungen und Verwerfungen gleichsam durchtaucht. Innerhalb dieser Bewegung erscheinen immer wieder Vögel am Wegesrand als Symbole von Freiheit, Hoffnung und schöpferischem Akt. Am Ende steht die Einsicht, dass uns als Einzelwesen und in Gemeinschaft nur die selbstlose Liebe retten kann: das spezifischste Geschöpf des Menschseins.