Im Kern handelt es sich um eine Zusammenfassung von Beobachtungen, die ich während der sogenannten Parteispendenaffaire gemacht und vorläufig bewertet hatte. Diese hatte am Ende des Jahres 1999 begonnen und die Republik über mehrere Monate in Atem gehalten. - Schon damals war erkennbar, daß das, was heute unter den Begriff "unsere Demokratie" subsumiert wird, ein durchaus fragwürdiges Geflecht von Parteien und Persönlichkeiten ist, die vom Volk ernährt werden, ohne für das, was ihnen der "Souverän", nämlich das Volk, an Alimentation gewähren, einen geldwerten Vorteil verschaffen. Im Laufe der letzte zweieinhalb Jahrzehnte spitzte sich die Lage - zunächst schleichend, dann immer schneller - bis zur heutigen Situation zu, ohne daß "die Politik" auch nur ansatzweise den Willen zeigt, die sozialen Verwerfungen zu glätten. Wie weiland der Adel leben sie auf Kosten der Allgemeinheit ziemlich komfortabel. Wenn jetzt die Begriffe "Neofeudalismus" und "Ständestaat" vor allem durch die "sozialen Medien" geistern, müßte das eigentlich ein Weckruf für "unsere Demokratie" sein.