Wilhelm Groener (1867–1939) ist einer der bedeutendsten Generäle des ersten Weltkriegs und einer der profiliertesten Politiker der Weimarer Zeit. Bis 1916 war er Feldeisenbahnchef, danach stand er an der Spitze des Kriegsamts, welches das Hilfsdienstgesetz und das Hindenburg-Programm umzusetzen hatte. 1918 war Groener der entscheidende Mann bei der deutschen Besetzung der Ukraine. In den Umbruchsmonaten 1918/19 war er als Nachfolger Ludendorffs Erster Generalquartiermeister und musste das deutsche Millionenheer in das Hunderttausend-Mann-Heer überführen. Als Reichsverkehrsminister (1920–23) hob er die neue Reichsbahn aus der Taufe. 1928 wurde Groener Reichswehrminister und ließ 1932 Hitlers SA verbieten. Infolgedessen wurde er, zusammen mit Reichskanzler Brüning, gestürzt und ging in die innere Emigration. Diese Dokumentensammlung gibt eindrückliche Einblick in die Stationen von Groeners Wirken.