Eingebettet in den historischen Kontext schildert Monica Brandis das Leben ihrer Großmutter Luise: vom Kind in einem westpreußischen Dorf zum Lehrmädchen im Berlin der 30er-Jahre, zur Witwe mit Baby während des Krieges und Arbeiterin im Nachkriegsdeutschland. Luises Brüder arrangieren sich mit dem Nazi-Regime, einer von ihnen landet später im Zuchthaus. Luises Schwester übernimmt den Hof in der Nähe von Danzig, wird 1946 mit der Familie vertrieben und baut sich in Mecklenburg ein neues Leben auf. Zufälligkeiten und der Gang der Geschichte bestimmen den Lebensweg der Familie, doch wo bleibt der Spielraum für eigene Entscheidungen?