Die deutsche Lage ist eine seit dem verlorenen Zweiten Weltkrieg andauernde Niederlage. Das mag für den Homo bundesrepublicanensis (Thor von Waldstein) irrelevant sein, solange es sich in dieser Lage noch recht gut leben läßt. Aus nationaler Sicht ist es jedoch eine Malaise, die es zu überwinden gilt. Nicht nur, um einen würdelosen Zustand zu beenden, sondern auch, um die bloße Existenz zu sichern: wer nicht mehr den Willen und die Kraft zum politischen Subjekt hat, verliert à la longue auch seinen minderen Status als Objekt und verschwindet aus der irdischen Geschichte.
Wie es zu dieser Lage kommen konnte, zeigt die nüchterne Analyse des Autors anhand von Betrachtungen, die über die Lehren aus Versailles bis hin zur angesichts weltpolitischer Dimensionen notorischen bundesrepublikanischen Provinzialität die vielen Versäumnisse aufzeigen, die zur jetzigen politischen Krise der BRD geführt haben.