Über dreitausend Jahre, Dutzende Dynastien, ein wiederkehrendes Muster: Aufstieg, Blüte, Niedergang, Erneuerung. Die chinesische Herrschaftsgeschichte folgte keiner linearen Entwicklung, sondern dem Mandat des Himmels – einer politischen Philosophie, die Legitimität an kosmische Ordnung band und Rebellion als himmlisches Zeichen deutete.

Dieses Buch verfolgt dynastische Zyklen von den bronzezeitlichen Shang über die erste Reichseinigung der Qin, die konfuzianische Han-Orthodoxie, mongolische Yuan-Fremdherrschaft bis zum mandschurischen Qing-Reich. Es fragt: Wie rechtfertigten Dynastien ihre Macht? Warum akzeptierten oder stürzten Untertanen ihre Herrscher? Welche Rolle spielten Naturkatastrophen, Prüfungssysteme und rituelle Legitimation?

Gestützt auf archäologische Funde, dynastische Chroniken und Verwaltungsdokumente zeigt dieses Buch, wie chinesisches Staatsdenken Kontinuität durch Wandel sicherte – und warum dieses Modell so lange funktionierte.