Die Transformation hin zur Elektromobilität stellt die Produktionstechnik vor große Herausforderungen. Batteriezellen müssen in kurzer Zeit in großen Stückzahlen hergestellt werden. Unklare Trends bei Materialien und Batteriezell-Designs erschweren die Entwicklung von Produktionsanlagen und deren Betrieb. Unzureichende Kenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Materialien, Prozessen und Maschinen führen zu hohen Ausschussraten. In diesem Zusammenhang weisen die Prozessschritte der Vereinzelung und Stapelbildung ein hohen Optimierungspotential auf.
Sowohl in der Forschung als auch in der Industrie werden intensive Anstrengungen unternommen, die Batterieproduktionsprozesse mithilfe von Modellen zu beschreiben. Ziel ist es, Wechselwirkungen zu quantifizieren und Optimierungsansätze abzuleiten. Dadurch sollen Prozesse effizienter betrieben und Ausschussraten gesenkt werden. Ein Großteil dieser Arbeiten befasst sich mit der Modellierung materialseitiger Einflüsse auf die relevanten Prozesse. Um jedoch umfassende Aussagen zu Ursache-Wirkungs-Beziehungen treffen zu können, ist auch die Modellierung maschinenseitiger Einflüsse erforderlich.
Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Ergänzung bestehender Modellierungsaktivitäten um die maschinenseitigen Einflüsse auf die Prozesse der Vereinzelung und Stapelbildung. Zu diesem Zweck wird ein methodisches Vorgehen zur Modellentwicklung, -validierung und -anwendung vorgestellt.