Das Hohelied von Salomo ist eines der ältesten und schönsten Liebeslieder der Welt und die sinnlichste Schrift des Alten Testaments. Es schildert einerseits die Gefühle eines Liebespaares zu einander, andererseits die innere Seelenerfahrung eines Menschen, der im Zuge der Erleuchtung sein kosmisches Selbst, seine eigene „bessere Hälfte“ wiederfindet, die in der Transzendenz auf seine Rückkehr und Wiedervereinigung gewartet hat. Auf diese mehr spirituelle Auslegung deutet auch der Name „Schulamit“ hin, die weibliche Form des Namens „Schlomo“.
Der poetischen Neuübersetzung von Jan Müller sind einige hebräische Verse aus dem Hohelied angefügt, die zu beliebten Volksliedern geworden sind. Die farbenprächtigen Bilder von Paul Gauguin aus dem tropischen Leben Tahitis unterstützen die Atmosphäre dieses biblischen Liebesliedes.