Gräberfelder sind die häufigste historische Quelle für Westfalen und die niederländische Provinz Overijssel während der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1300-600/500 v. Chr.). Anhand charakteristischer Grabformen unterschied A. D. Verlinde diese Friedhöfe von denen der südlich verbreiteten Urnenfelderkultur und definierte die "Ems-Kultur". Eine einheitliche Gefäßtypologie und eine detailliertere zeitliche Ordnung der Keramik sind seither ein Desiderat. Die hier erarbeitete "Systematisierte Verlinde-Typologie" sowie die "Westfalen-Overijssel-Chronologie" ermöglichen nun eine einheitliche Typisierung der Keramik und eine zeitliche Gliederung in vier Stufen von je 200 Jahren Dauer. – Die vorliegende Studie wurde 2020 an der Universität Münster als Promotionsschrift eingereicht und angenommen. Eine Teilstudie dazu wurde 2016 von der DGUF mit dem Deutschen Studienpreis für Archäologie ausgezeichnet.