Angaben aus der Verlagsmeldung

Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie / von Hartmut Kraft


Kunst verstehen: Kreativer Ausdruck psychisch Erkrankter

Im Grenzgebiet zwischen Kunst und Medizin hat sich im vergangenen Jahrhundert die schöpferische Arbeit von psychisch Kranken etabliert - als Kunst und auch als Ausdrucksmittel für den Kranken, dessen Bilder der Arzt oder Therapeut lesen kann.

Hieraus ergeben sich zum einen fruchtbare Anregungen der Psychiatrie für die Kunst und ihrer Interpretation, zum anderen aber auch Konsequenzen für die praktische psychiatrische und psychotherapeutische Arbeit.

In zahlreichen Fallstudien deutet der Psychoanalytiker Hartmut Kraft Bilder und Plastiken psychiatrischer Patienten als Ausdruck von Grenzsituatuionen allgemein menschlicher Existenz. Diese Gesamtschau der Kunst psychisch Kranker vom 14. bis zum 20. Jahrhundert reicht von hilflosen Kritzelzeichnungen im Zustand schwerer geistiger Beeinträchtigung bis hin zu eigenen Bilderwelten, wie sie z.B: Gustav Mesmer oder Blalla Hallmann geschaffen haben. Ein eigenes Kapitel über die Arbeiten von Joseph Beuys reizt den Kunstbetrachter und weist weit über das Thema Kunst und Psychiatrie hinaus.