Angaben aus der Verlagsmeldung

Geschichtswissenschaft und Buchhandel in der Krisenspirale? : Eine Inspektion des Feldes in historischer, internationaler und wirtschaftlicher Perspektive


Aus dem Inhalt:
Vorwort. Von Hagen Schulze
Einleitung: Schlechte Zeiten für Geschichtsbücher? Von Olaf Blaschke
I. Historische Perspektiven
Wissenschaft, Verlage und Buchhandel im Deutschen Kaiserreich.
Der Bücher-Streit um 1903. Von Alexandra Fritzsch
Krisenmanagement in der Bücherkrise. Der Eugen Diederichs Verlag 19301933.
Von Florian Triebel
Ein wissenschaftlicher Erfolgsautor und seine Verlage. Gerhard Ritter 19231967.
Von Christoph Cornelißen
Die Krisis im deutschen Buchhandel. Von Hans Altenhein
Verlagstypen und Verleger gestern, heute und morgen. Von Wulf D. von Lucius
II. Internationale Perspektiven
Geschichtspublikationen in Deutschland und England seit 1945. Probleme des
Vergleichs, Tendenzen und offene Fragen. Von Olaf Blaschke
Die nouvelle histoire und der Buchmarkt in Frankreich. Von Lutz Raphael
Zwischen Blockade und Voluntarismus. Der französische Übersetzungsmarkt
in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Von Nicole Reinhardt
III. Marktperspektiven
Die Allgegenwart des Rechenstiftes. Zur Ökonomie von Wissenschaftsbüchern.
Von Dietrich Kerlen
Wissenschaft und Markt. Probleme des historischen Buchs in der Gegenwart.
Von Andreas Fahrmeir
Zwei Buchreihen: Die Europäische Geschichte und die Schwarze Reihe. Erfahrungsbericht, zwei Beobachtungen und ein Vorschlag. Von Walter H. Pehle
Die Geschichtskultur und das mittlere Buch. Anmerkungen zur Lage historischer Literatur. Von Detlef Felken
Das historische Wissen in der Macht der Bücher. Ein Ausblick.
Von Gangolf Hübinger

Viele Historikerinnen und Historiker hegen Illusionen darüber, wie leicht ihr Werk zu publizieren sei, als würden die Verlage nur darauf warten, es auflagenstark auf den Buchmarkt zu werfen. Andere beklagen eine verheerende Krise von Buchhandel und Geisteswissenschaften. Es kann scheinen, als würden bald aufgrund schrumpfender Bibliotheksetats und wegen des Internets überhaupt kaum noch wissenschaftliche Bücher veröffentlicht.
Wie ist die Lage tatsächlich? Es war längst überfällig, dass zur Verständigung über den Wandel von Geschichtswissenschaften und Buchmarkt erstmals auf einer Tagung Vertreter beider Seiten zusammentrafen: Historiker und Verleger bedeutender Geschichtsverlage. Hier wurde offen und durchaus nicht konfliktscheu miteinander geredet. Dieser Band präsentiert die Ergebnisse.