Angaben aus der Verlagsmeldung

Gesetz und Verbrechen /Law and Crime / von Herwig Steiner


Gesetze, die Verbrechen legitimieren, und Texte, die einzelne gesetzlich legitimierte Tötungen hinterfragen, bilden die Basis einer künstlerischen und theoretischen Erörterung von Zusammenhängen zwischen Text, Recht und Macht.

Unter Verwendung von Auszügen der „Nürnberger Rassegesetze“ sowie von Studien über umstrittene Hinrichtungen in den USA gestaltete Herwig Steiner zwei Installationen für die Räume einer Anwaltskanzlei. Deren Funktion ist ebenso Teil des künstlerischen Konzepts wie ihre Lage innerhalb eines geschichtsträchtigen Gebäudes der Erzdiözese im Herzen Wiens.
Die Installation – ein Hybrid von Kunst, Architektur und textreflexiven Metaebenen – lässt sich als eine neuartige Form von „erweiterter Malerei“ beschreiben, die neben ihren praktischen Funktionen als mehrschichtiges Medium zur Reflexion über Geschichte, Machtstrukturen und die Instrumentalisierbarkeit von (Gesetzes-)Texten dient.

Mit Texten u.a. von Oliver Elser, Sabine Folie, Peter Möschl, Martin Prinzhorn, Erika Weinzierl und mit einer Einleitung von Andreas Manak. Deutsch/englischer Anhang mit Quellentexten.