Volker Braun gehört zu den wichtigstens Autoren aus dem Osten Deutschlands. Hans-Dieter Schütt nähert sich ihm nicht als Biograf oder Kommentator. Seine Essays sind ganz und gar eigenständige Reflexionen über das Leben im Hier und Jetzt in Auseinandersetzung mit dem Werk des anderen. Er grast kein Archiv ab, betreibt keine novitätengierige Recherche. Kein Hineinpressen der Poesie in zeitgeschichtliche Analysen, keine gelehrten Fußnoten. „Jedem gehört ein Dichter anders.“ Bekennt der wache Beobachter. „Am besten wäre: nur immer zitieren und sinnen! Vor jeder Wertung kommt, sich zu wundern. Das Werk liegt vor, das Werk legt vor.“