Das vorliegende Themenheft beleuchtet zentrale Aspekte der gegenwärtigen Forschung zum längsten Evangelium des Neuen Testaments. Welche Rolle spielt die antike Philosophie für das Verständnis des Textes? Wie positioniert sich das Evangelium gegenüber den politischen und gesellschaftlichen Strukturen seiner Zeit? Lassen sich herrschaftskritische Subtexte entdecken? Was lässt sich aus der Beobachtung an Dubletten etwas für die Frage nach dem Verhältnis des kanonischen Lukasevangeliums zum für Marcion bezeugten Evangelium gewinnen? Haben das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte den gleichen Verfasser? Welche didaktischen Potentiale enthält das "Gleichnis vom verlorenen Sohn"?