Ausgehend von Beobachtungen aus Natur und Kultur schafft Andreas Brunner prägnante Bilder:
Er lässt farbigen Rauch aus Mikrofonen aufsteigen, Raketen-Glace in der Faust schmelzen und
Zigaretten der Marke „Hope“ abbrennen. Seine kurzen Videos sind jedoch nicht in erster Linie
politische Statements, sondern eine Auseinandersetzung mit Kausalität, Prozessen und Rhythmus.
Referenzen aus Popkultur, Architektur und Kunstgeschichte fließen in seine Videos, Installationen,
Objekte und Performances ein. Anhand von Skizzen, Recherchematerialien und Materialtests wird
der Arbeitsprozess hinter den Werken offengelegt. Essayistische und theoretische Texte ergänzen
den Band und kontextualisieren Brunners Arbeiten.
Andreas Brunner, geb. 1988, lebt und arbeitet als bildender Künstler in Reykjavík und Luzern. Páll
Haukur Björnsson ist Künstler, Dozent und Programmdirektor an der Iceland University of the
Arts. Mia Ćuk lebt als Künstlerin, Kuratorin, Dozentin und Autorin in Belgrad. Jóhannes Dagsson
ist Philosoph, Künstler und Assistenzprofessor für Theorie und bildende Kunst an der Iceland Uni-
versity of the Arts. Eveline Suter ist Kuratorin am Kunstmuseum Luzern.