Im Zeitalter „alternativer Fakten“ gewinnt transparente und nachvollziehbare Forschung an zentraler Bedeutung. Dieses Buch zeigt am Beispiel der numerischen Mechanik, welche Formen der Dokumentation nötig sind, um wissenschaftliche Arbeit im Sinne von Open Science nachnutzbar und nachvollziehbar zu machen – über reine Reproduzierbarkeit hinaus.

Untersucht werden sowohl Forschungssoftware als auch darauf basierende Projekte. Drei theoretische Perspektiven – Epistemologie, Evaluationsforschung und Forschungsqualitätskonzepte – zeigen, welche Informationen offengelegt werden müssen, damit Forschung verstanden und vertraut werden kann. Die Analyse macht deutlich: Besonders implizites Wissen, kontextspezifische Entscheidungen und der Umgang mit Unsicherheiten müssen systematisch dokumentiert werden.

Es werden Wege aufgezeigt, wie die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden können. Ein Beispiel ist das Overlay Journal JoDaKISS, das strukturierte Beschreibungen von Forschungsdaten und Forschungssoftware publiziert und damit deren wissenschaftlichen Wert sichtbar macht und die Dokumentationsbemühungen in Prozesse der Forschungsevaluation integrierbar werden lässt.