Er ist das unangefochtene Symbol des deutschen Sommerurlaubs: ein massives, geflochtenes Möbelstück, das an Nord- und Ostsee als windgeschützte Festung im Sand dient. Doch der Strandkorb ist weit mehr als nur eine Sitzgelegenheit; er ist ein soziologisches Phänomen.

Als der Korbmacher Wilhelm Bartelmann 1882 den ersten „Strandstuhl“ für eine rheumakranke Dame entwarf, ahnte er nicht, dass er eine kulturelle Ikone erschaffen würde. Dieses Buch erzählt die faszinierende Geschichte, wie ein medizinisches Hilfsmittel zum lukrativen Mietobjekt und schließlich zur architektonischen Konstante der deutschen Küsten wurde.

Wir beleuchten die Psychologie hinter dem Bedürfnis, sich selbst am offenen Meer akustisch und visuell abzugrenzen. Gleichzeitig offenbart das Buch die harte wirtschaftliche Realität der Korbvermieter, die Evolution des Designs und das zähe Festhalten an einer analogen Tradition in einer digitalen Welt.

Erkunden Sie die Kulturgeschichte der deutschen Küste. Ein tiefer Einblick in das Möbelstück, das unseren Drang nach Privatsphäre selbst in der unendlichen Weite der Natur perfektioniert hat.