Das Jahresprogramm „Verwobene Landschaften. Wasser, Erde, Pflanzen Kreaturen“ des Künstler*dorfs befasste sich intensiv mit eben diesen Elementen im Ort Schöppingen und der Region des westlichen Münsterlandes. Untersucht wurde wie Landschaft, Industrie und Kultur sich im Laufe der Zeit verändert haben - von Wassermühlen zu Windmühlen, vom Flachs- zum Maisanbau, vom Töpferhandwerk über die regionaltypische Architektur aus Lehmboden und Sandstein bis hin zu Sand- und Kleiplatt und deren gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung.
Verschiedene Projektmodule führten wissenschaftliche, künstlerische und unternehmerische Perspektiven auf die Thematik zusammen. Den Auftakt des Programms machte eine dreiteilige Reihe, die sich jeweils über ein Wochenende einem der Elemente widmete. Durch Exkursionen und Ortsbesuche wurden das Vorkommen und die lokalen und regionalen Besonderheiten von Wasser, Erde und Pflanzen sowie ihre Nutzung und Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung der Region thematisiert. Am folgenden Tag dienten die drei Elemente als Inspirationsquelle, um im Künstler*dorf ihre künstlerischen Potenziale zu erkunden.
Im Rahmen der Summer School wurden diese Erkenntnisse gemeinsam mit Schüler*innen der Sekundarschule Horstmar Schöppingen und Stipendiat*innen des Künstler*dorfs weiter vertieft. Ein öffentliches Programm sowie eine Gruppenausstellung brachten das Programm zum Abschluss. Lokale, regionale und globale Perspektiven trafen hier aufeinander und machten Verbindungen über Zeit und Raum sowie globale Zusammenhänge sichtbar.
Das Programm wurde von Teresa Weiermann begleitet, die in dem vorliegenden Text „Verwobene Landschaften. Kultur-Historischer Kontext” ihre Eindrücke zusammenfasst. Die Autorin Meral Ziegler schildert im ebenfalls vorliegenden Text „Es fließt, es flüstert, es sickert (ein)“ ihre Eindrücke zu den künstlerischen Beiträgen der Gruppenausstellung.
Das Programm wurde in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster und der Sekundarschule Schöppingen-Horstmar, dem Heimatverein Schöppingen u.a. umgesetzt.
Es wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein- Westfahlen über das Regionale Kultur Programm (RKP), der Kunststiftung NRW, dem Freundeskreis des Künstlerdorf Schöppingen e.V. sowie dem Kultursekretariat Gütersloh.