Der vorliegende Band vereint dreizehn Vorträge, die im Juni 2016 an den Universitäten Lausanne und Genf gehalten wurden. Die Beiträge untersuchen interdisziplinär ein neues Problem im Studium der Ursprünge des Christentums und des Neuen Testaments, nämlich das der "Erinnerungsarbeit", die im Diskurs und in den Praktiken der ersten Gläubigen in Jesus unternommen wurde. Die hier versammelten Studien setzen nicht nur ein heuristisches analytisches Hilfsmittel - den "social memory approach" - für die Untersuchung der Literatur und Geschichte des frühen Christentums ein, sondern bemühen sich, die sozio-religiöse Resonanz dieser "Erinnerungsarbeit" in der Sprache und Ideologie der ersten Christen zu beschreiben.