Die Sammlung der neuzeitlichen Elfenbeinkunstwerke im Herzog Anton Ulrich-Museum zählt mit heute noch über 500 Einzelwerken zu den umfangreichsten Beständen in Deutschland und Europa. Die geschnitzten Skulpturen, Reliefs und gedrechselten Behältnisse bieten einen hervorragenden Überblick über diese Kunstgattung und sind überwiegend bereits im 18. Jahrhundert in Braunschweig nachweisbar. Im Fokus der Sammlung, die Objekte aus Elfenbein, aber auch zum Beispiel aus Rhinozeroshorn und Nilpferdzähnen vereint, stehen Skulpturen und Reliefs mit mythologischen und religiösen Sujets. Prunkvolle Einzelwerke wurden mit Ebenholz, Hirschhorn oder farbigen Emails kombiniert gefertigt. Gedrechselte Werke verblüffen durch ihre technische Vollkommenheit. Der Bestandskatalog vereint den aktuellen Wissensstand und stellt sämtliche Werke ausführlich und umfangreich bebildert vor.