»Großer Sertão: Querungen« hat den epischen Atem der ganz großen Romane. Riobaldo erzählt darin die Geschichte seines Lebens: Kurz vor dem Tod seiner mittellosen Mutter lernt er einen Jungen aus der Oberschicht kennen, der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. Er geht zur Schule und lernt den Umgang mit Waffen. Riobaldo schließt sich einer Privatmiliz an, die die organisierten Bandenkriege im Sertão beenden soll. In einem labyrinthischen Erzählstrom porträtiert João Guimarães Rosa eine Gesellschaft zwischen Gut und Böse – deren fester Bestandteil das Verbrechen ist.