Die Staubabscheidung stellt einen zentralen Industrieprozess zur Entfernung von Partikeln aus Gasen dar. Bei hohen Staubkonzentrationen werden häufig Oberflächenfilter eingesetzt. Ihre Leistung basiert auf kuchenbildender Filtration, die eine regelmäßige Regenerierung erfordert.
Die Rohgaskonditionierung optimiert das Betriebsverhalten von Oberflächenfiltern. Die Zugabe von Salzen ermöglicht einen Einfluss auf den Filterbetrieb, indem diese durch Deliqueszenz und Effloreszenz die Kohäsion im Staubkuchen steigern.
Mikroskopische Untersuchungen zeigten eine Verdichtung und Veränderung der Morphologie von Partikelschichten durch Deliqueszenz und Effloreszenz der enthaltenen Salzpartikeln. Zunächst fördern Flüssigkeitsbrücken Partikelbewegungen, was zu einer kompakteren Struktur führt. Die anschließende Effloreszenz bildet Feststoffbrücken, wodurch die Verdichtung weiter voranschreitet.
Makroskopische Effekte wurden mit einem angepassten Laborfilterprüfstand untersucht. Die Oberflächenbeschaffenheit des Filtermediums, die Partikelgrößen und die Salzmenge beeinflussen die Regenerierbarkeit des Filtermediums, wenn hygroskopische Salzpartikeln zur Erhöhung der Kohäsion des Staubkuchens eingesetzt werden. Dabei sind insbesondere Porengröße, Schichtdicke und Strukturhomogenität des Staubkuchens entscheidend. Optimierte Betriebsbedingungen verbessern die Regenerierung und den Druckverlustverlauf, wobei eine erhöhte Kohäsion die Stabilität des Staubkuchens steigert, ohne die Anhaftung an der Filteroberfläche zu erhöhen.
Ein innovativer Ansatz zur Kohäsionsmessung analysiert das Verdichtungsverhalten von Staubkuchen unter geringer Flächenpressung. Diese Methode quantifiziert den Einfluss von Feststoffbrücken und belegt eine klare Kohäsionszunahme mit steigendem Salzgehalt.