Namenlose Grabsteine; ein Turnschuh, auf dem statt des Markennamens Balenciaga das Wort »Belanciege« steht; ein lächelnder Achat, der auf Ebay für eine Million Dollar gelistet ist…
Mit Werken von Luke Willis Thompson, Hito Steyerl und Lindsay Lawson vor Augen führt Katharina Weinstock die Rezeptions- und Transformationsgeschichten von Duchamps »Readymade« und Bretons »Objet Trouvé« parallel, um aus ihrem Zusammenspiel den neuen Begriff »Post-Readymade« zu entwickeln, mit dem heutige Spielweisen der Kunst mit Fundobjekten greifbar werden. Statt von Kunstobjekten auf Sockeln handelt dieses Buch von driftenden, prekären, beredsamen Dingen und den mit ihnen verwobenen menschlichen Schicksalen.