Kriegerinnen sind paradigmatische Figuren der Überschreitung: Sie stellen Vorstellungen konventioneller Weiblichkeit infrage, sie folgen nicht selten Stereotypisierungen und Idealisierungen – und tragen das subversive Potenzial in sich, mit ihren geschlechtlichen Mehr- und Uneindeutigkeiten gesellschaftliche Ordnungen zu stören.

Die Kriegerinnen in diesem Heft bleiben rätselhafte Tropen, in denen Geschlechtervorstellungen und Normen im Einst und Jetzt, im Hier und Anderswo ineinandergreifen: Variierend und mäandernd sind sie in verschiedenen Zeiten, Genres und Kulturen zu finden und als performative Akteurinnen bis in die Gegenwart auf der Bühne und im Museum präsent.