Seit Gerhard Richter (geb. 1932) 1962 seine Geburtsstadt Dresden verließ und nach Düsseldorf ging, hat seine Kunst immer wieder überraschende Wendungen genommen und neue Richtungen eingeschlagen. Scheinbar willkürlich wechselte er Technik, Stil und Motive. Irritierend vielfältig, aber immer faszinierend und auf höchstem Niveau, spiegelt Richters Œuvre die Widersprüche und Selbstzweifel einer Künstlerexistenz in Zeiten des vielbeschworenen Endes der Malerei, indem er der Malerei ständig neue Territorien erschließt.
Armin Zweites 2019 erschienene große Richter-Monographie – inzwischen ein Klassiker, den wir jetzt neu auflegen – geht den vielen Facetten von Richters Werk in detaillierten Analysen und vor dem Hintergrund der kulturellen und politischen Ereignisse im Deutschland der letzten fünf Jahrzehnte nach.
Armin Zweite (geb. 1941) war langjähriger Leiter der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und der Sammlung Brandhorst, München.