Die Wiederentdeckung des preisgekrönten Kultromans von 1967: Eine Frau sitzt im Knast und plant ihren Ausbruch

Anick sitzt im Frauenknast und teilt ihren Alltag mit Huren, Diebinnen und Analphabetinnen. Sie tauscht ihre Kleider gegen Zigaretten, und um sich aufzurichten, plant sie mit ihrer Mitgefangenen Maria minutiös den gemeinsamen Ausbruch, immer das Mantra ihres ebenso inhaftierten Ehemanns im Ohr: »Wir sind allein, mein Schatz. Ganz allein.« Schreibend behauptet Anick ihre Würde, ihre Identität, ihre innere Freiheit, und überwindet so die Mauern geistiger Gefängnisse – derer, die das Frausein und das Menschsein begrenzen.