Amalia Gräfin von Münster-Meinhövel (1767–1814) war Dichterin, Pianistin und Mäzenin der Spätaufklärung. In regem Austausch mit Herder, Wieland, Jean Paul, Klopstock, Jacobi, Stolberg, Oehlenschläger, Elisa von der Recke und Friederike Brun stand sie im Zentrum eines weitgespannten literarischen Netzwerks zwischen Deutschland und Dänemark, bis sie in Kopenhagen einen tragischen Tod fand.
Der Band stellt die bislang vergessene Autorin erstmals umfassend vor. Im Mittelpunkt stehen die Edition ihres Kleinepos Egeria (eines Manuskripts von über 2000 Versen) und der Poetischen Versuche (1796), begleitet von literarhistorischen Stellenkommentaren und einer ausführlichen biographischen Studie, die Amalias Rolle in den deutsch-dänischen Kulturbeziehungen um 1800 beleuchtet.