Angaben aus der Verlagsmeldung

Wirtschaftskrieg : Rivalität ökonomisch zu Ende denken / von Ulrich Blum


Lässt sich intensiver Wettbewerb durch kluge Regelsetzung nachhaltig aufrechterhalten, oder tendiert er regelmäßig zur Radikalisierung, wie gerade das letzte Jahrzehnt zeigt? Für den militärischen Konflikt gibt es eine Antwort: Carl von Clausewitz verweist in seinem Buch "Vom Kriege" darauf, dass bewaffnete Konflikte grundsätzlich zur Eskalation neigen – nur die Politik als letztgültiger Zweck kann sie einhegen. Der Wettbewerb bedarf ganz analog eines klaren ordnungsökonomischen Rahmens, um nicht zum Wirtschaftskrieg zu eskalieren, was vor allem angesichts der Hybridisierung von Konflikten zunehmende Bedeutung erlangt.


Aus der Sicht der modernen Ökonomik und anderer sozialwissenschaftlicher Theorien sowie den Militärwissenschaften analysiert das Buch in den ersten vier Kapiteln zunächst das Wesen des Wirtschaftskriegs, das zugehörige Menschen- und Ordnungsbild, die Institutionen sowie den Erklärungsbeitrag der Staatsphilosophien, beginnend mit den griechischen und der chinesischen Schulen. Anschließend werden Führung und Entscheidung betrachtet sowie das Kriegstheater als allgemeine Raumdimension untersucht. Die Darstellung des Wirtschaftskriegs der Unternehmen, des Staats sowie des Cyberkriegs folgen. Das Buch beleuchtet schließlich die Gefahr, die durch eine Zombifizierung der Ökonomien droht. Eine Vielzahl historischer und aktueller Beispiele untermauert die Ausführungen und verweist auf die Dringlichkeit, sich mit dem Thema zu befassen.