Viele Menschen suchen nach einem Fleckchen nutzbarer Erde, sowohl in urbanen als auch in ländlichen Räumen. Das Forschungsprojekt „Das Fleckchen Erde für rurbane Praktiken“ beleuchtet die vielfältigen Bedürfnisse sowie die unterschiedlichen Beziehungen zum Boden. Die Menschen suchen nach neuen Balancen zwischen Erwerbsarbeit, Familie, selbstbestimmter Tätigkeit, individueller Freiheit und der Verantwortung für Gemeinschaft und Umwelt – und verschmelzen dabei „urbane“ und „rurale“ Elemente zu neuen „rurbanen Praktiken“.
Die Weiterentwicklung und „Erzählung“ solcher „rurbaner“ Lebensweisen liefern dabei Impulse für zukünftige raumbezogene Entwicklungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie rurbane Praktiken beschrieben werden können und welche Potenziale sie für die Zukunft bieten. Um diese Fragen zu beantworten, hat sich das Projektteam aus Landschaftsarchitekt:innen, Architekt:innen und Stadtplaner:innen in vier räumlich sehr unterschiedlichen Regionen auf die Suche nach rurbanen Praktiken begeben. Aus einer Auswahl von 40 Fleckchen wurden 25 nachhaltige Praktiken destilliert und in Erzählungen und Zeichnungen zur Darstellung gebracht. Sechs Beiträge mannigfaltiger Landschaften fassen die Praktiken zusammen und erzählen vom nachhaltigen Umgang mit dem Boden und der Natur.