Die vorliegende Master-Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz, die in Bezug auf Tierethik für den Humanismus und damit auch den Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) begründet werden kann, und dem Stellenwert, der dem Thema im Humanismus und insbesondere im HVD aktuell eingeräumt wird. Dabei liegt der Fokus auf „Nutztieren“. Im ersten Teil der Arbeit werden die Auswirkungen der „Nutztier“-Haltung auf Mensch, Tier und Umwelt erörtert und aus einer humanistischen Perspektive beleuchtet. Im zweiten Teil wird das Konzept der „offenen Dissonanz“ als im (modernen) Humanismus verbreiteter Ansatz an Tierethik und Veganismus eingeführt und dann der Fokus auf die Theorie und Praxis in Bezug auf das Mensch-Tier-Verhältnis beim HVD und nachgeordnet bei der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) gelegt. Mit Praxis ist hier in erster Linie die Verpflegungssituation gemeint, die ein Indikator dafür ist, inwieweit im organisatorischen Kontext eine antispeziesistische Haltung gelebt wird.