Die teils wiederveröffentlichten, teils neu geschriebenen Beiträge erörtern Themen der unterschiedlichen Dimensionen des christlichen Hexereiphänomens.
Die ersten beiden betreffen die theoretischen Bemühungen in der Theologie, die Hexenleute als Teufelsverbündete zu begreifen. Es werden die ersten wichtigen Hexenschriften des 15. Jahrhunderts und die Auffassung von Friedrich Spee SJ vorgestellt. Es folgen zwei Beiträge zum Hexensabbat, wobei auch die künstlerische Dimension einbezogen wird. Eine andere Dimension betrifft die rechtlichen Aktionen der maßgebenden Institutionen, hier zunächst in einem Überblick über die strafrechtlichen Vorschriften, sodann als ein Beitrag zur Frage der Strafbarkeit von Kindern für Hexereiverbrechen. Eine wieder andere Dimension betrifft das alltägliche Leben mit als Hexenleuten angesehenen Mitmenschen, wobei der vom Christentum nicht völlig verdrängte frühere Glaube an Gottheiten, Geister, Gespenster und Dämonen weiter praktiziert wurde. Dabei geht der siebte Beitrag den Texten nach, in denen manche moderne Historiker Aussagen über eine altgermanische Göttin Holda sehen wollen.
In einem Exkurs wird die Bedeutung der Holda (im Verhältnis zu Venus und Maria) in Wagners „Tannhäuser“ untersucht. Den Abschluss bildet ein Beitrag zu Rechtsverfahren wegen Hexerei nach dem Ende der Verfolgungen.
Die Beiträge
Die frühen Hexenschriften
Hexereibegriff und Hexereiverbrechen bei Friedrich Spee
Das Mahl der Hexenleute
Künstlerischer Hexensabbat
Erster Teil: Hexensabbat als musikalisches Motiv
Zweiter Teil: Hexensabbat als bildliches Motiv
Strafrechtsgeschichte und Hexerei
Zurechnungsfähigkeit der Kinder(hexen)
Holda zwischen und jenseits von Göttin und Hexengestalt.
Eine christliche Geschichte
Hexereiprozesse nach dem Ende der Verfolgung