Die Korrespondenz zwischen dem Theologen Adolf Harnack und dem Ministerialdirektor Friedrich Althoff bietet einmalige Einblicke in die Berufungs-, Kirchen-, Bildungs- und Wissenschaftsorganisation und -politik des wilhelminischen Kaiserreichs. Die Berufung evangelischer Theologen kommt darin ebenso zur Sprache wie Streitfälle innerhalb der evangelischen und katholischen Kirche. Die Korrespondenten tauschen sich außerdem über die von ihnen realisierten Reformen der höheren Jungen- und Mädchenschulen aus. Nicht zuletzt gibt der Briefwechsel Auskunft über die Organisation wissenschaftlicher Verbundprojekte, internationaler Kooperationen zwischen US-amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern sowie archäologischer Expeditionen. Die Korrespondenz veranschaulicht so eindrücklich das umfangreiche Netzwerk und den weitreichenden Einfluss des mächtigen Ministerialdirektors Friedrich Althoff und des berühmten Kirchenhistorikers Adolf Harnack.