Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war in Europa geprägt von Kriegen und Völkermord in einem bis dahin unbekannten Ausmaß. Zum Teil waren es »alte, historisch aufgestaute Rechnungen«, die Menschen unterschiedlicher Kulturen und Ethnien zu millionenfachen Morden, Folterungen und Vertreibungen veranlassten – und wieder zu neuen Gräben des Hasses führten. Diese Studie orientiert sich an der Charta Oecumenica der christlichen Kirchen Europas, »miteinander den Dienst der Versöhnung auch für Völker und Kulturen wahrzunehmen« (Art. 8), aber auch die »gemeinsame Geschichte der christlichen Kirchen aufzuarbeiten« (Art. 3). Grundlage der Studie ist das in Südafrika entwickelte »Healing Memories« als interkulturell-interreligiöse Versöhnung durch Erforschung tief verwurzelter historischer Strömungen.