In Neukirchen am Großvenediger entstand 2007 ein Goetheweg, der u. a. in künstlerischer Form die Metamorphose der Pflanzen zum Anschauen bringt. Die Gestaltung der Tafeln, die diesen Weg säumen, wirkt zweifach spricht quasi zwei Sprachen. Einerseits eine naturwissenschaftliche, andererseits eine künstlerische; die goetheanistische. Eine solche Zweiheit spiegelt auch die Wegführung, ist doch dieser Weg eingebettet in eine phantastische Naturlandschaft, berührt aber auch am Rande Kraftwerksbauten. Letztere sind herkömmlich gestaltet, teilweise aber auch goetheanistisch. Warum ein solcher Weg ein Sinnbild sein kann, wie mit einer Krise, die sich durch rasende Naturzerstörung, zu Ende gehende Energievorräte und Geistlosigkeit in Europa manifestiert, umgegangen werden könnte, soll dieser Vortrag erläutern.