Nürnberger Lebkuchen, Parmaschinken oder Brüsseler Pralinen viele Produkte verbinden Verbraucher intuitiv mit ihrer Herkunft. Der Schutz geografischer Herkunftsangaben wird seit Jahren intensiv rechtswissenschaftlich diskutiert. Die Dissertation zeigt, wie komplex und teils widersprüchlich das europäische Schutz-system geworden ist, und unterzieht den Status quo einer kriti-schen Analyse. Beleuchtet werden die historischen Grundlagen, ökonomischen Funktionen sowie die europäische und nationale Rechtslage. Besonderes Augenmerk gilt den jüngsten Reformen durch die Verordnungen (EU) 2024/1143 und (EU) 2023/2411, den Schutz stärken und auf handwerkliche sowie industrielle Produkte ausweiten. Auf dieser Grundlage entwickelt die Arbeit konkrete Vorschläge für ein kohärenteres, verbraucherorientiertes und transparenteres Schutzsystem in der Europäischen Union.