Eine Frau steht mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und so manche Wunden der Wiedervereinigung gefunden. Nun will sie den Neuanfang wagen, der ihrer Ehe nicht vergönnt war.
Ein kauziges Handwerkerpaar ist quasi vom Himmel gefallen, Alla und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die alles können. Die Renovierungen und Rückschläge, die geplatzten Wasserleitungen, die Invasion der Wühlmäuse und die Bosheiten der benachbarten Schrebergärtner werden, ebenso wie die vielen kleinen Glücksmomente, zum Katalysator für einen Strom der Erinnerungen, zur Zwischenbilanz des eigenen Lebens. Und dann beschließt die Erzählerin, das geliebte Haus zu verkaufen, um noch einmal aus- und aufzubrechen aus ihrer »stabilen Alleinruhelage«.