Im Verborgenen formten sie Weltbilder, organisierten Widerstand und bewahrten kulturelles Wissen über Jahrhunderte hinweg. Die Bruderschaften der Philippinen waren nie bloße religiöse Gemeinschaften. Sie waren soziale Netzwerke, spirituelle Ordnungen und politische Akteure zugleich.
Dieses Buch zeichnet die Geschichte synkretistischer Bruderschaften von ihren indigenen Wurzeln über die spanische und amerikanische Kolonialzeit bis in die Gegenwart nach. Es zeigt, wie sich animistische Traditionen, christliche Symbolik und mystische Praktiken zu widerstandsfähigen kulturellen Systemen verbanden. Rituale, Hierarchien und geheime Zeichen werden als Instrumente kollektiver Identitätsbildung sichtbar, ebenso wie ihre Rolle in Aufständen, Guerillabewegungen und der Formierung nationaler Selbstbilder.
Auf Grundlage historischer Quellen, kulturwissenschaftlicher Analyse und politischer Deutung legt dieses Werk offen, wie Macht jenseits offizieller Institutionen organisiert wird. Die Bruderschaften erscheinen als Träger kultureller Kontinuität in Zeiten kolonialer Zerstörung und als stille Architekten gesellschaftlicher Ordnung.
Ein Buch über verborgene Macht, kulturelle Selbstbehauptung und die langlebigen Strukturen des Widerstands.