Das Schaffen des Grazer Historikers Gerhard Dienes (1953–2020) war gekennzeichnet von einer unglaublichen inhaltlichen Vielfalt.
Seine Expertise, der eine ernst gemeinte persönliche und wissenschaftliche Hinwendung voraus ging, reichte vom Ersten Weltkrieg bis zur Popkultur der 1960er-Jahre. Gerhard Dienes studierte an der Universität Graz Geschichte und Geografie und
promovierte 1979 mit der Arbeit „Die Bürger von Graz – Örtliche und soziale Herkunft von den Anfängen bis 1500“. Als langjähriger Direktor des Grazer Stadtmuseums war er Wegbereiter historischer Stadtteilforschung, auch danach machten zahlreiche
Ausstellungen seine Arbeit einem breiten Publikum zugänglich.
Nach seinem viel zu frühen Tod 2020 wurde der Steirischen Kulturinitiative, mit der er über viele Jahre hinweg eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit gepflegt hatte, sein Nachlass überantwortet. Es entstanden 6 thematisch unterschiedliche Publikationen, die sich mit seinen Themenfeldern beschäftigen.