Digitale Spiele prägen zunehmend die Geschichtskultur und eröffnen zusätzliche Räume der Auseinandersetzung mit Vergangenheit. Anders als klassische Medienformen zeichnen sie sich durch Interaktivität, Nonlinearität und Hypermedialität aus – Zugänge, die neue Wege historischer Sinnbildung ermöglichen. Digitale Spiele bieten hierdurch ein Potential handlungsorientierter Lernräume, in denen selbstgesteuertes und forschendes Lernen im Mittelpunkt stehen können. Diese Arbeit untersucht das Potential digitaler Spiele für die Förderung des Geschichtsbewusstseins. Auf Basis theoretischer Konzepte und didaktischer Modelle werden Überlegungen für eine reflektierte und produktive Integration digitaler Spiele in formale Bildungsprozesse formuliert.