Die Novellen Theodor Storms, allen voran Aquis submersus und natürlich Der Schimmelreiter ziehen mich seit meiner Schulzeit in ihren Bann. Ich habe sie unzählige Male gelesen. Aber auch seine Gedichte faszinieren mich seit Jahren. Storm trifft darin in ganz besonderer Weise einen, wie ich finde, typisch norddeutschen Ton. Meine eigene Faszination für Ost- und Nordfriesland spiegelt sich darin: die Weite der Landschaft, der Herbstnebel über den Feldern und selbstverständlich die Nordsee mit ihren wechselnden Gezeiten… Schon früh, noch als Schüler, begann ich, Gedichte von Storm zu vertonen. Einige der vorliegenden Lieder haben eine Jahrzehnte alte Geschichte. Nun habe ich eine Auswahl von ihnen noch einmal durchgesehen und überarbeitet, um sie in diesem Band endlich vorzulegen.

Die sechs Lieder Widmung – Meeresstrand – Mondlicht – Oktoberlied – Über die Heide – Gode Nacht bilden einen Zyklus, der je nach Anlass gerne durch das Weihnachtsliedergänzt werden kann. Die Fassung für Sologitarre des Weihnachtslied ist eine Gelegenheitsarbeit, die ich an dieser Stelle gerne vorstellen möchte. Alle Stücke dieses Bandes können selbstverständlich auch einzeln aufgeführt werden.