In seinem Druckzyklus Huldigung an Hafez (2015) tritt Günther Uecker in einen interkulturellen Dialog mit der Lyrik des persischen Dichters Hafez aus dem 14. Jahrhundert. Im All der Zeichen deutet erstmals die spezifische Herangehensweise des Künstlers als einen Akt der „performativen Übersetzung", in der das Werk als Vermittelndes zwischen Welten und Medien hervortritt. Uecker arbeitet dabei auf den miteinander verbundenen sprachlichen, medialen und kulturellen Ebenen. Die seinem Ansatz zugrundeliegende performative Praxis eröffnet, so die Autor*innen, eine Deutung jenseits vereinfachender Zuschreibungen.