Zum zürcherischsten der Zürcher Konkreten hochstilisiert und als Stadtidylliker verharmlost – der Blick auf das künstlerische Schaffen Robert S. Gessners ist bis heute wenig differenziert. Dabei entwickelte sich Gessner zeit seines Lebens zu einem der vielfältigsten abstrakten Maler des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch versammelt mit 130 Werken eine gültige Auswahl aus seinem Schaffen. Bernhard von Waldkirch beschreibt Gessner als einen modernen Maler, der selbstbewusst die wichtigsten Strömungen der Avantgarde reflektierte und eine eigenständige Bildsprache hervorbrachte. Gessners prägnante Texte zur Kunst weisen ihn als einen bedeutenden Kunstlehrer aus, der sich kritisch mit dem Bauhaus, der Kunst der Konkreten, der Op-Art, der kinetischen Kunst und dem Informel auseinandersetzte.
Mit Beiträgen von Gottfried Honegger und Robert S. Gessner.