Monika von Bothmers Generationenroman verbindet westfälische Erde mit den Erschütterungen eines ganzen Jahrhunderts.
Marie wächst auf einem Hof auf dem Haarstrang auf, verwurzelt in einer Familie, deren Frauen seit Generationen ihre Träume dem Land opfern. Nach dem Tod der Mutter zwingt der Vater sie ins Studium der Agrarwissenschaften – ein Generationenauftrag, der wie Lehm an ihren Schuhen klebt. Doch Marie will ihr eigenes Leben. Zwischen der stillen, tiefen Verbindung zu Jo und der gefährlichen Anziehung zu Hendrik muss sie sich entscheiden, während unausgesprochene Familiengeheimnisse schwer auf ihr lasten. Ein tragischer Verlust zwingt sie in die Knie, doch er wird auch zum Wendepunkt.
Die Erzählung greift weit zurück: in die Bauernstuben von 1879, in die bedrohlichen Jahre des Nationalsozialismus, in das Schweigen der Nachkriegszeit. Schicht um Schicht legt der Roman frei, was Herkunft mit einem Menschen macht – und was es kostet, sich davon zu befreien.
Wird Marie den Mut finden, den Panzer um ihr Herz zu sprengen und das ganze Leben zu wagen?
Ein kraftvoller, psychologisch dichter Roman über Schuld, Freiheit und die heilende Macht der Liebe – erzählt mit poetischer Präzision und erdiger Authentizität.