ie Erde steht vor einer doppelten Krise: dem Verlust biologischer Vielfalt und der fortschreitenden Erderwärmung. Beide Phänomene sind eng miteinander verflochten – und doch werden sie rechtlich und politisch meist getrennt behandelt. Dieses Buch zeigt, warum diese Trennung die Bewältigung beider Krisen behindert und wie das Recht dazu beitragen kann, Biodiversität und Klima gemeinsam zu schützen.
Ausgehend vom aktuellen Stand der Wissenschaft untersucht Franziska Johanna Albrecht die Wechselwirkungen zwischen Biodiversitäts- und Klimakrise und analysiert, welche rechtlichen Instrumente in Deutschland und Österreich, aber auch international, existieren – und wo sie versagen. Sie zeigt, dass das bestehende Umweltrecht vielfach anthropozentrisch geprägt ist und damit seine Schutzwirkung begrenzt bleibt.
Mit Blick auf innovative Ansätze wie die Verankerung eines Menschenrechts auf eine gesunde Umwelt oder die Anerkennung von Eigenrechten der Natur entwirft die Autorin Perspektiven für ein Recht, das den Schutz der Biosphäre ernst nimmt. Ihr Plädoyer: Nur ein integriertes, interdisziplinäres und zukunftsorientiertes Rechtsverständnis kann den notwendigen gesellschaftlichen Wandel rechtlich absichern – bevor das Zeitfenster für wirksames Handeln sich schließt.
Ein fundiertes, engagiertes und interdisziplinäres Werk über eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie können wir die Natur – und damit uns selbst – rechtlich schützen?