Inhaltsangabe – „Aus Mitleid geboren“
Ein Mädchen, das schreit, aber niemand hört es.
Eine Mutter, die Opfer spielt, aber Täterin ist.
Ein System, das alles weiß – und trotzdem nichts tut.
Ayla war von Geburt an krank.
Zumindest wurde es ihr so erzählt. Von ihrer Mutter. Von Ärzten. Von Therapeuten, die Diagnosen stellten, ohne je die richtigen Fragen zu stellen.
Schon als Kleinkind lebte sie in Kliniken, unter Beobachtung, unter Medikamenten. Ihre Kindheit bestand aus Infusionen, Eingriffen, Protokollen – aus Angst, aus Schmerz, aus einer Mutter, die immer präsent war, immer fürsorglich, immer hilfsbereit.
Zu hilfsbereit.
Denn Ayla war nicht krank.
Sie wurde krank gemacht.
Von einer Mutter, die Aufmerksamkeit brauchte.
Von einem System, das lieber Akten verwaltet als Kinder schützt.
Von Erwachsenen, die wegsahen, obwohl sie alles wussten.
Als Ayla beginnt, sich zu erinnern, ist sie längst kein Kind mehr.
Die Narben sind geblieben – auf der Haut, im Kopf, im Herzen.
Und dann taucht eine alte VHS-Kassette auf.
Darauf: Aufnahmen aus dem Zimmer 318.
Ein Ort, den es offiziell nie gegeben hat.
Ein Ort, an dem Kinder zu Objekten wurden.
Ein Ort, den Ayla nie wieder betreten wollte.
Doch die Wahrheit lässt sich nicht ewig sedieren.
Und manche Erinnerungen kann man nicht töten.
Themen & Triggerwarnung:
Dieser Roman handelt von Kindesmisshandlung, medizinischem Missbrauch (Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom), psychischer Folter, systemischem Versagen, institutioneller Blindheit und dem Überlebenskampf eines Mädchens, dem alles genommen wurde – bis auf ihren Willen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.