Horst Thode präsentiert eine fiktionale, dystopische ­Version der Wiedervereinigung unter umgekehrten ­Vorzeichen – was wäre gewesen, wenn?

Für Millionen Bundesbürger stellten sich in den Tagen der Wiedervereinigung Fragen wie: »Was wird aus mir? Was wird aus uns? Wie werden die neuen Machthaber rea­gie­ren?« Der Protagonist gerät in diesen Tagen trotz größter Vorsicht in Haft und beschreibt in einem Erzählstrang seine Erfahrungen rund um die verstörenden und willkürlichen Erlebnisse mit der Justiz der neuen Deutschen Demo­kra­tischen Republik. In einem zweiten Erzählstrang erfahren wir in einer Rückblende über seine Kindheit und Jugend. Durch einen erzählerischen Kunstgriff laufen diese beiden Erzählstränge zum Ende des Romans zu einem virtuosen Finale zusammen.