Für immer mehr Menschen ist der Glauben irrelevant geworden. Knapp entwickelt die provokante These, dass die entscheidende Ursache des fortschreitenden Transzendenzverlusts in der Geschichte des Christentums selbst liegt: In ihr verschmolz die religiöse Botschaft mit dem politischen Streben nach imperialer Machtentfaltung. So wurde aus der jesuanischen Botschaft vom Anbruch der Gottesherrschaft ein Disziplinierungsinstrument. Am Leitbegriff des Himmels zeichnet das Buch diese Entwicklung nach. Es sieht das Christentum vor der Herausforderung, den weltanschaulichen Naturalismus zu entkräften und die Perspektive auf eine transzendente Wirklichkeit neu zu eröffnen.