Die Verteilung von Armut und Reichtum sowie die damit verbundenen biographischen Erfahrungswelten in Vorarlberg unterschieden sich in 200 Jahren nur wenig voneinander. Der Kampf um die eigene Existenzsicherung auf der einen und die Pflege des erwirtschafteten Wohlstandes auf der anderen Seite der modernen und postmodernen Gesellschaft des westlichsten österreichischen Bundeslandes erweisen sich bei näherer Betrachtung im Zeitverlauf als überraschend stabil. Der soziologische Befund über die Vererbbarkeit von Armut und Reichtum kann am Vorarlberger Beispiel durch eine historische Längsschnittanalyse bestätigt werden. Besonders sichtbar wird diese Erkenntnis an den biographischen Schaufenstern der Vorarlberger Landesgeschichte, welche diese Studie vorstellt.